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Strandfunde

Ab an den Strand und sammeln, sammeln, sammeln...

Muscheln und Strand gehören zusammen wie die Wellen und das Meer. Jeder Ostseeurlauber sollte sich mal Zeit nehmen, am Strand entlangzuspazieren, die Wellen zu hören und nach Schätzen im Sand zu suchen.

Liebstes Sammelobjekt und Mitbringsel vom Ostseeurlaub ist die Herzmuschel. Sie gilt als die ,,typische“ Muschel. Ihren Namen verdankt die Herzmuschel ihrer herzförmigen Seitenansicht. Geboren werden Herzmuscheln als Eier, woraus Larven schlüpfen, die sie dann zu fertigen kleinen Muscheln unwandeln. In der Natur nennt man solche Umwandlungen ,,Metamorphose“. Nach einer Lebensdauer von ca. 3 bis 4 Jahren wird das Muschelgehäuse von den Wellen an Land gespült. Die Herzmuschel kann sogar bis zu 50 cm weit ,,springen“. Dafür krümmt sie ihre Fußspitze hakig ein, stemmt sie gegen den Boden und führt eine plötzliche Streckung aus, sodass sie fortschnellt wird.

Auch besondere Steine sind bei Sammlern sehr beliebt. Natürlich nicht als einfacher Kieselstein, sondern mit schönen Formen und Farben. Sandsteine, Quarze, Granite und Kreidesteine lassen sich an der Ostsee finden. Häufiges Fossil an der Küste ist der Donnerkeil. Der Name ist auf einen Aberglauben zurückzuführen. Die Menschen dachten, dass Donnerkeile Blitze seien, die der germanische Gott ,,Donar“ auf die Erde schleuderte. Heute weiß man jedoch, dass es sich um Skelettreste urzeitlicher Tintenfische handelt.

Mit etwas Glück finden Sie am Ostseestrand auch mal versteinerte Seeigel, Korallen, Seelilienstängel oder Schnecken. Die Seeigel haben in etwa die Form einer Halbkugel und ein fünfstrahliges Punktemuster darauf. Die meisten Versteinerungen stammen aus der Kreidezeit und sind rund 70 Millionen Jahre alt.

Bernstein wird als ,,Gold des Meeres“ bezeichnet. Charakteristisch sind seine faszinierenden Farbnuancen von Gelb bis Braun, seine wohlige Wärme und seine schmeichelnde Form. Trotzdem laufen Sammler Gefahr, ihn mit einem normalem Stein oder einer Glasscheibe zu verwechseln. Um einen echten Bernstein zu erkennen, gibt es viele Möglichkeiten – einfach umsetzbar sind folgende: Wenn man einen größeren Bernstein an Wolle reibt, lädt er sich auf und kann Papierschnipsel anziehen. Normale Steine oder Glas können das nicht. Oder man macht einen Kochsalztest. Drei Esslöffel Salz auf ¼ Liter Wasser. Schwimmt der Stein oben, ist es ein echter Bernstein. Bernstein ist vor Jahrmillionen aus Baumharz entstanden. Das Harz ist an der Luft sehr schnell ausgehärtet und sank durch Wasser, Eis und Brandung in tiefe Sedimentschichten ab. Unter Luftabschluss und Druck entstand Bernstein. In manchen Bernsteinen sind Insekten zu finden, die hineinfielen als das Harz noch flüssig war. Vor allem nach stürmischen tagen kann man Bernstein zwischen herangespülten Algen und Muscheln an den Ostseestränden finden.

Feuersteine Die Menschen der Steinzeit nutzten sie zum Feuermachen und fertigten aus ihnen Werkzeuge. Wer am Ostseestrand zwei Feuersteine findet, kann die Steinzeit aufleben lassen. Schlägt man zwei Feuersteine aneinander, kann man kleine Funken sehen und es riecht schwefelig. Feuerstein wird auch Flint oder Silex genannt. Er hat meistens eine schwarze bis graue Färbung. Durch Verwitterung wird er zunehmend milchiger. Es können auch gelbliche Verfärbungen auftreten und sogar rote Feuersteine sind zu finden. An den Bruchflächen ist der Feuerstein sehr scharf – daher war er bei den Urmenschen ein beliebtes Werkzeug. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom ,,Stahl der Steinzeit“.

Hühnergötter Ein Hühnergott ist ein Stein mit einem Loch. Man nenn ihn so, weil die Bauern diese Steine früher an ihren Hühnerstall gehängt haben, damit bei Wind der Stein dagegen haut und der Fuchs nicht! Die Hühner raubt…