Die Steilküste und ihre Strandschätze

Die Steilküste der Ostsee ist Lebensraum für Uferschwalben, Huflattich oder auch Feuersteine. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Die Flachküste ist hervorragend für das Baden geeignet. Folgt man der Flachküste in Richtung Westen, dann gelangt man an die bis auf 35 m ansteigende Steilküste. Eine malerische Kulisse der Natur, die zum Träumen und Entdecken einlädt. Sie wird auch glaziale Schuttküste bezeichnet. Während im Norden der Ostsee die Küsten felsiger und vorwiegend geprägt von Granit sind, so wurden durch die Bewegungen in der Eiszeit im Süden und Westen der Ostsee eher Blauton, Lehm, Kreide, Geschiebemergel und Findlinge als Geröllmasse abgelagert. Für den Wanderer entlang der Steilküste ist mit ein bisschen Glück so manche Entdeckung am Fuße der Steilküste ein unvergessliches Souvenir. Auf den Spuren der Eiszeit sind fossile Funde keine Seltenheit.

Bernstein wird als „Gold des Meeres“ bezeichnet. Vor allem nach stürmischen Tagen kann man Bernstein zwischen herangespülten Algen an den Muschelstränden finden. Charakteristisch sind seine faszinierenden Farbnuancen von Gelb bis Braun. Bernstein ist vor Jahrmillionen aus Baumharz entstanden. Das Harz ist an der Luft sehr schnell ausgehärtet und sank durch Wasser, Eis und Brandung in tiefe Sedimentschichten ab. Unter Luftabschluss und Duck entstand Bernstein. In manchen Bernsteinen sind Insekten zu finden, die hineinfielen, als das Harz noch flüssig war.

Alles Bernstein?
Schwimmprobe in einer Salzlösung

Vier Esslöffel Kochsalz in einem halben Liter Leitungswasser auflösen. Der wahre Bernstein schwimmt auf Salzwasser wegen seiner sehr geringen Dichte.
Zahnprobe
Du klopfst vorsichtig mit deinem Stein gegen die Schneidezähne.Bernstein fühlt sich weicher an als ein Stein, der vergleichsweise hart auf dem Zahn klackert.
Reibeprobe
Wenn du Bernstein auf Textilien wie Wolle oder Seide reibst, lädt sich dieser elektrostatisch auf. Kleine Papierschnipsel werden somit angezogen. Glas und Kunstharz laden sich nicht auf.
Bernstein brennt und dufet
Früher hieß er Börnsteen-Brennstein. Mit einem Feuerzeug kannst du ihn anzünden. Bernstein brennt ruhig mit ein wenig rußender Flamme vor sich hin und verströmt einen aromatisch holzartigen Duft. Bitte nicht ohne einen Erwachsenen an deiner Seite ausprobieren.

Feuersteine - die Menschen in der Steinzeit nutzten sie zum Feuermachen und fertigten aus ihnen Werkzeuge. Wer am Ostseestrand zwei Feuersteine findet, kann die Steinzeit aufleben lassen. Schlägt man Feuersteine aneinander, kann man kleine Funken sehen und es riecht schwefelig. Feuerstein wird auch Flint oder Silex genannt. Er hat meistens eine schwarze bis graue Färbung. An den Bruchstellen ist Feuerstein sehr scharf, daher spricht man vom „Stahl der Steinzeit“. Eine besondere Form des Feuerstein sind die „Hühnergötter“, sie haben ein Loch in der Mitte und gelten als ganz besonderer Fund.

Häufiges Fossil an der Küste ist der Donnerkeil. Der Name ist auf einen Aberglauben zurückzuführen. Die Menschen dachten, dass Donnerkeile Blitze seien, die der germanische Gott „Donar“ auf die Erde schleuderte. Heute weiß man jedoch, dass es sich um Skelettreste urzeitlicher Tintenfische handelt.